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Tag des offenen Denkmals am 13. September in Trier: Geschichte hautnah erleben

Am 13. September öffnet Trier beim Tag des offenen Denkmals besondere Orte – von der Römerbrücke bis zum sanierten Nutzwasserwerk in Olewig.

Redaktion
·
27. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 1 Monat

Geschichte, Kultur und verborgene Orte – Trier öffnet seine Denkmale

Am Sonntag, den 13. September, lädt der Tag des offenen Denkmals wieder dazu ein, das kulturelle Erbe Triers auf ganz besondere Weise zu entdecken. Unter dem diesjährigen Motto „Netzwerke: Denkmale & Infrastruktur“ rücken technische und industrielle Denkmale in den Mittelpunkt – Zeugnisse der Entwicklung von Handwerk und Technik sowie des weitgreifenden Themas der Vernetzung. Für alle Geschichts- und Kulturinteressierten bietet dieser Tag eine einmalige Gelegenheit, sonst unzugängliche Orte zu erkunden und mehr über die Geschichte der Stadt zu erfahren.

Ein vielfältiges Programm für Jung und Alt

Das Amt für Stadtkultur und Denkmalschutz hat gemeinsam mit zahlreichen Institutionen und Vereinen ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt. Geboten werden Führungen oberirdisch wie unterirdisch, eine Duft- und Kräuterwerkstatt in den Kaiserthermen sowie Kunst, Lesungen und Musik. Leiterin Elvira Classen betont, wie das Angebot zeigt, „wie lebendig und engagiert unsere Stadtteile sind. Ein solches Angebot wäre ohne die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten nicht möglich.“

Neben den weltbekannten Bauten der UNESCO-Weltkulturerbestätte – darunter Amphitheater, Porta Nigra und Dom – stehen auch weniger bekannte Orte im Fokus. Dazu zählen etwa das Herrenbrünnchen oder der Kreuzungspunkt von antiker Ruwerwasserleitung und römischer Stadtmauer. Beteiligte Vereine, Institutionen und die Stadt Trier öffnen besondere Denkmale in der Innenstadt sowie in den Stadtteilen Trier-West, Gartenfeld, Heiligkreuz, Olewig, Irsch und Pfalzel.

Kulturdezernent Nöhl lädt zur Entdeckungstour ein

Kulturdezernent Markus Nöhl unterstreicht die Bedeutung des Tages: „Der Tag des offenen Denkmals macht unsere Geschichte unmittelbar erlebbar. Er gibt Orte frei, die sonst nicht zugänglich sind und zeigt unser kulturelles Erbe in seiner ganzen Vielfältigkeit.“ Gerade im Jubiläumsjahr des Welterbes sei dies eine besondere Gelegenheit, die Stadt neu zu entdecken und mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die sich für den Erhalt der Denkmale tatkräftig einsetzen.

Musikalischer Auftakt bereits am Samstagabend

Das Denkmalwochenende beginnt musikalisch bereits am Samstagabend: Beim Open-Air-Konzert „Hofgenuss“ spielt das Duo Wollmann & Brauner im Innenhof des Kurfürstlichen Amtshauses in Pfalzel. Ein stimmungsvoller Einstieg, bevor das eigentliche Programm am Sonntag startet.

Highlights am Sonntag: Römerbrücke, Kunsthalle und Kinderlesung

Am Sonntag widmet sich das Team der städtischen Denkmalpflege der Römerbrücke als außergewöhnlichem Infrastrukturobjekt. Zwei Führungen erzählen anhand historischer Fotoaufnahmen und Pläne von ihrer komplexen Baugeschichte und ihrer Funktion als Verkehrsachse über beinahe 2.000 Jahre hinweg. Kunstinteressierte können einen Stopp in der Kunsthalle auf dem Gelände der Europäischen Kunstakademie einlegen und bei einem Rundgang mehr über die Werke der Diplomausstellung „Positionen“ erfahren.

In Pfalzel liest die Autorin Ulla Baumann aus ihren Kinderbüchern vor – ein schönes Angebot für Familien mit jüngeren Kindern, das den Tag des offenen Denkmals auch für den Nachwuchs erlebbar macht.

Festliche Übergabe: Das Nutzwasserwerk in Olewig erstrahlt neu

Den feierlichen Abschluss des Tages bildet das ehemalige Nutzwasserwerk in Olewig. Mit vereinten Kräften haben die Trier Gesellschaft, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Stadtwerke, der Verein Trierisch e.V. und die Stadt Trier die Sanierung des Nutzwasserwerks kürzlich abgeschlossen. Am Tag des offenen Denkmals präsentiert es sich erstmals in wiederhergestellter Gestalt und wird feierlich an die Stadt übergeben. Alle Gäste sind herzlich willkommen, an diesem besonderen Moment teilzuhaben.

Alle Informationen auf einen Blick

Das vollständige Programm mit allen Führungen, Veranstaltungen und Öffnungszeiten sowie ein Podcast zur Geschichte des ehemaligen Nutzwasserwerks in Olewig sind auf der offiziellen Seite der Stadt Trier zu finden: www.trier.de/tag-des-offenen-denkmals. Das bundesweite Programm ist auf der Seite der Deutschen Stiftung Denkmalschutz abrufbar.

Der Tag des offenen Denkmals ist eine fantastische Gelegenheit, die eigene Stadt mit neuen Augen zu sehen – und Trier hat dabei mit seiner jahrtausendealten Geschichte besonders viel zu bieten. Also: Raus aus dem Alltag und rein in die Geschichte!

Quellen


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