
Staatsminister Marcus Klein besuchte ehrenamtliche Projekte in Trier-Ehrang, Trier und Saarburg und würdigte das Engagement von über 1,4 Millionen…
Ehrenamt ist das Rückgrat unserer Gesellschaft – und Staatsminister Marcus Klein, Minister für Ehrenamt in Rheinland-Pfalz, hat das kürzlich auf einer persönlichen Reise durch den Landkreis Trier-Saarburg und die Stadt Trier unter Beweis gestellt. Bei seinen Besuchen traf er engagierte Bürgerinnen und Bürger aus Trier-Ehrang, Trier und Saarburg, sprach mit ihnen über ihre Arbeit und würdigte ihr Engagement für das Gemeinwohl.
„1,4 Millionen Menschen in Rheinland-Pfalz engagieren sich ehrenamtlich. Das ist eine beeindruckende Zahl. Hinter ihr stehen Menschen, die anpacken, zusammenhalten und Verantwortung übernehmen. Mit meiner Ehrenamtsreise möchte ich meine Dankbarkeit ausdrücken und direkt vor Ort hören, was die Engagierten brauchen. Denn nur wer zuhört, kann auch wirksam unterstützen“, betonte Klein.
Den Auftakt seiner Tour bildete ein Besuch im Pfarrheim St. Peter in Trier-Ehrang. Dort lernte der Minister die Ehrenamtlichen des ökumenischen Projektes „Herz und Hand – Nothilfe Ehrang-Pfalzel-Biewer“ kennen. Dieses besondere Projekt unterstützt seit bereits 20 Jahren von Armut betroffene Menschen in den Trierer Stadtteilen Ehrang, Pfalzel und Biewer.
Die Funktionsweise ist so einfach wie wirkungsvoll: Alle drei Wochen liefern ehrenamtlich Engagierte Grundnahrungsmittel an über 100 Personen direkt nach Hause – persönlich, unbürokratisch und ohne Verwaltungsgebühren. Getragen wird das Projekt von der katholischen Pfarrei, der evangelischen Kirchengemeinde Ehrang sowie den Maltesern. Klein zeigte sich tief beeindruckt: „Was ‚Herz und Hand‘ hier in Ehrang leistet, ist gelebte Nächstenliebe. Die Engagierten bringen nicht nur Lebensmittel, sondern schenken den Menschen auch Würde. Das ist Ehrenamt in seiner schönsten und wirksamsten Form.“
Im Anschluss besuchte Staatsminister Klein das Mutter-Rosa-Altenzentrum in Trier, wo er von einem Chor musikalisch begrüßt wurde. Rund 90 Ehrenamtliche begleiten dort die Bewohnerinnen und Bewohner bei Spaziergängen, Ausflügen, Arztbesuchen und Veranstaltungen, bieten eigene Kunst- und Bildungsangebote an und unterstützen sogar bei der Sterbebegleitung. Durch einen hauptamtlichen Ehrenamtskoordinator ist hier ein vorbildliches Miteinander zwischen Ehren-, Hauptamt und dem Pflegedienst entstanden.
Besondere Aufmerksamkeit galt einem ganz außergewöhnlichen Engagierten: Detlev Böttger, gebürtiger Trierer, feierte am 5. August 2026 seinen 90. Geburtstag und ist damit der derzeit älteste ehrenamtliche Mitarbeiter der Einrichtung. Für Klein war das ein bewegender Moment: „Herr Böttger ist ein Vorbild für uns alle. Wer mit 90 Jahren noch ehrenamtlich aktiv ist, zeigt: Engagement kennt kein Alter. Das Mutter-Rosa-Altenzentrum macht vor, wie Ehrenamt und Hauptamt gemeinsam stark sein können.“
Den Abschluss der Ehrenamtsreise bildete ein Besuch in der Kulturgießerei in Saarburg. Dort traf der Minister die Ehrenamtlichen des Lokalen Bündnisses für Familien e.V., Mitwirkende der Ehrenamtsbörse sowie ehrenamtliche Botschafterinnen und Botschafter des Museums der Glockengießerei Mabilon.
Die Kulturgießerei hat sich aus einer traditionsreichen Gießerei zu einem lebendigen soziokulturellen Zentrum entwickelt. Heute engagieren sich dort über 120 Menschen regelmäßig ehrenamtlich. Mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz trägt die Einrichtung zur kulturellen Bildung, gesellschaftlichen Teilhabe und zur Stärkung des Ehrenamts in der gesamten Region bei. Klein würdigte das Engagement mit klaren Worten: „Die Kulturgießerei Saarburg zeigt, wie aus Geschichte Zukunft werden kann. Hier begegnen sich Menschen, gestalten gemeinsam und zeigen, dass Kultur und Engagement untrennbar zusammengehören. Die Landesregierung fördert solche Orte, denn sie sind das Herzstück unserer Gesellschaft und unserer Demokratie.“
Die Ehrenamtsreise ist mehr als ein symbolischer Akt – sie steht für eine aktive Politik der Unterstützung und Anerkennung. Die Landesregierung fördert ehrenamtliches Engagement in Rheinland-Pfalz mit einem breiten Spektrum an Förder-, Beratungs-, Vernetzungs- und Bildungsangeboten. Zentrale Ansprechpartnerin ist dabei die Landesleitstelle Ehrenamt und Demokratie.
Konkrete Verbesserungen sind bereits in Sicht: Die landesweite Ehrenamtskarte, von der bislang über 19.500 Personen profitieren, soll in Kürze digitalisiert und über eine neue App noch nutzerfreundlicher gestaltet werden. Darüber hinaus plant die Landesregierung den Abschluss eines Rahmenvertrags mit der GEMA, der Vereine bei der Organisation von Veranstaltungen und Festen spürbar entlasten soll.
Weitere Informationen zum Ehrenamt in Rheinland-Pfalz gibt es unter www.wir-tun-was.rlp.de sowie auf www.rlp.de.
Die Besuche von Staatsminister Klein in Trier-Ehrang, Trier und Saarburg zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig und unverzichtbar das Ehrenamt in unserer Region ist – von der Lebensmittelhilfe über die Seniorenbegleitung bis hin zur Kulturarbeit. Die über 1,4 Millionen ehrenamtlich Engagierten in Rheinland-Pfalz sind das lebendige Fundament einer starken Gemeinschaft. Antenne Trier gratuliert all jenen, die mit ihrem Einsatz täglich einen Unterschied machen.






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