
In Hetzerath feierte die Kreishandwerkerschaft MEHR über 80 neue Gesellinnen und Gesellen. 16 Prüfungsbeste wurden beim festlichen Abend ausgezeichnet.
Am Dienstag, dem 1. September, fand im Bürgerhaus Hetzerath die letzte von drei großen Lossprechungsfeiern der Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region (KH MEHR) statt. Über 200 Gäste erlebten einen Abend voller Stolz, Freude und Anerkennung – denn mehr als 80 Gesellinnen und Gesellen wurden offiziell in die Handwerksgemeinschaft aufgenommen. Das Motto des Abends war dabei Programm: „Ihr könnt alles, was kommt!“ – ein Zitat aus der deutschlandweiten Handwerkskampagne, das den Geist des Abends treffend zusammenfasste.
Der Begriff „Lossprechung“ hat eine jahrhundertelange Tradition und bezeichnet den Moment, in dem ein Lehrling offiziell von seinen Pflichten gegenüber dem Lehrherrn freigesprochen wird. Ein Moment, der auch heute noch mit besonderer Feierlichkeit begangen wird – und das zu Recht.
In Hetzerath wurden junge Fachkräfte aus sechs verschiedenen Ausbildungsberufen losgesprochen: Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Schreiner und Tischler, Maler und Lackierer für Gestaltung und Instandhaltung, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Kraftfahrzeugmechatroniker sowie Zimmerer. KH MEHR Geschäftsführer Christian Weirich, der den Abend moderierte, brachte die Bedeutung dieser Vielfalt auf den Punkt: „Stellvertretend verkörpern sie die Vielfalt und Stärke des regionalen Handwerks, das weit über einen bloßen Beruf hinausgeht – es steht für Leidenschaft, Können und Verantwortung.“
Weirich wies zudem bereits zu Beginn der Feier auf die zahlreichen Möglichkeiten hin, die den frisch gebackenen Gesellen nun offenstehen: „Ob Weiterbildung, Meisterbrief, neue Herausforderungen im Betrieb oder vielleicht sogar die Selbstständigkeit – ihr habt alle Möglichkeiten.“
Großes Lob und Anerkennung kam auch aus den Reihen von Politik und Wirtschaft. Thomas Schommer, Vorstandsvertreter der Sparkasse Mittelmosel-Eifel-Mosel-Hunsrück, wünschte der neuen Handwerksgeneration das Glück der Tüchtigen. Kreisbeigeordnete Stefanie Kohl-Molitor vom Landkreis Bernkastel-Wittlich prophezeite den jungen Handwerkerinnen und Handwerkern hervorragende Zukunftschancen und zeigte sich begeistert von der Veranstaltung: „Diese Lossprechungsfeier strahlte so viel Positives aus.“ Kohl-Molitor hob zudem einen gesellschaftlichen Trend hervor: „Ich finde es gut, dass auch an Gymnasien mehr über Karriere im Handwerk informiert wird“ – und stellte fest: „Junge Menschen entscheiden sich bewusst für das Handwerk.“
Diese Beobachtung deckt sich mit den Ergebnissen der Jugendstudie 2026: Unter dem Einfluss von künstlicher Intelligenz gewinnen praxisnahe Berufe gegenüber einem Studium zunehmend an Attraktivität.
Der Höhepunkt des Abends war die Auszeichnung der 16 Prüfungsbesten aus Hetzerath. Vorsitzender Kreishandwerksmeister Raimund Licht richtete dabei das Wort an die Gäste und dankte neben den Absolventen allen Beteiligten aus dem Netzwerk Handwerk: den Ausbildern, den Fachlehrern, den Handwerkskollegen aus den Prüfungsausschüssen sowie den Familien und Freunden, die die Auszubildenden durch die gesamte Ausbildungszeit begleitet und unterstützt haben.
Die Prüfungsbesten haben in der Gesamtnote mit mindestens „gut“ abgeschnitten und kommen aus folgenden Betrieben:
Die Lossprechungsfeier in Hetzerath bildete den Abschluss eines dreiteiligen Festprogramms der KH MEHR. Bei den Feiern in Bitburg, Daun und Hetzerath wurden insgesamt 260 neue Fachkräfte im Bereich des Eifelkreises, des Vulkaneifelkreises und des Kreises Bernkastel-Wittlich geehrt. Unter ihnen befanden sich insgesamt 43 Prüfungsbeste – ein eindrucksvolles Zeugnis für die hohe Qualität der Ausbildung in der Region.
Die Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region und alle beteiligten Innungen können stolz auf ihre Nachwuchshandwerkerinnen und -handwerker sein. Für die jungen Gesellinnen und Gesellen beginnt nun ein neues Kapitel – mit dem Handwerkszeug, das sie sich in ihrer Ausbildung erarbeitet haben, und dem Rückenwind einer ganzen Branche, die ihre Zukunft auf sie baut.






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