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Leibe beim Trierer Seniorenbeirat: Info-Angebote für Ältere oft noch zu wenig bekannt

Trierer OB Wolfram Leibe stellte sich erstmals den Fragen des Seniorenbeirats. Themen waren der Info-Service per 115er-Nummer, Gehwegsicherheit und die…

Redaktion
·
26. August 2026
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Zuletzt aktualisiert: vor 1 Monat

Erstmals in dieser Amtsperiode: OB Leibe stellt sich den Fragen des Seniorenbeirats

Erstmals in der aktuellen Amtsperiode hat sich Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe den Fragen der Mitglieder des Trierer Seniorenbeirats gestellt. Unter Leitung des Vorsitzenden Hans-Rudolf Krause stand dabei vor allem eine zentrale Frage im Mittelpunkt: Wie kann das Gremium seiner Rolle als Sprachrohr der älteren Generation noch besser gerecht werden – und wie lassen sich die Informationsangebote für Seniorinnen und Senioren, die in Stadtteilen jenseits des Zentrums leben, gezielt verbessern?

Das Treffen war ein wichtiges Signal: Der Seniorenbeirat vertritt eine Bevölkerungsgruppe, die in Trier alles andere als eine Randgruppe ist. Laut Oberbürgermeister Leibe macht die Generation 60plus rund 25 Prozent der Stadtbevölkerung aus – eine Größenordnung, die deutlich macht, wie bedeutsam die Anliegen dieser Menschen für die gesamte Stadtentwicklung sind.

Ein breites Spektrum: Von digital bis analog

Leibe betonte ausdrücklich, dass die Bedürfnisse der älteren Generation sehr unterschiedlich seien – und dass er selbst ebenfalls zu dieser Gruppe gehöre. Das Spektrum reiche vom „Boomer“ Anfang 60, der diverse digitale Angebote ständig nutzt, bis zu Menschen über 80, die komplett analog unterwegs sind. Diese Vielfalt stellt die Stadt vor eine besondere Herausforderung: Informationen und Dienstleistungen müssen so aufbereitet sein, dass sie alle Teile dieser heterogenen Gruppe erreichen.

Gerade mit Blick auf ältere Menschen, die keine oder kaum digitale Angebote nutzen, warb Leibe eindringlich für einen Dienst, der vielen noch unbekannt ist: den Info-Service von Stadt und Landkreis unter der 115er-Nummer. Dieser telefonische Auskunftsdienst sei leider immer noch zu wenig bekannt, so Leibe. Er erläuterte: „Dort erhält man auch Auskünfte zu Themen, die nicht direkt den städtischen Bereich betreffen.“ Wer sein Anliegen lieber schriftlich formulieren möchte, kann dafür auch das Kontaktformular auf der städtischen Homepage trier.de nutzen.

Netzwerke ausbauen und Bedürfnisse klar benennen

Neben dem Hinweis auf bestehende Info-Angebote gab Leibe dem Seniorenbeirat auch konkrete Empfehlungen für die eigene Arbeit mit auf den Weg. Er riet dazu, die Kontakte zum Stadtrat auszuweiten und die Bedürfnisse der älteren Generation möglichst konkret zu definieren. Nur wer seine Anliegen präzise benennt, kann in der Stadtpolitik auch wirksam gehört werden.

Zudem empfahl der Oberbürgermeister, die Zusammenarbeit mit den Beiräten für Migration und Integration sowie für Menschen mit Behinderung auszubauen. Alle drei Gremien sind im Sozialdezernat angesiedelt und könnten durch engere Kooperation gemeinsame Interessen wirkungsvoller vertreten.

Sicherheit auf Gehwegen: Ein Thema, das viele bewegt

Ein weiteres Thema, das viele Trierer Seniorinnen und Senioren beschäftigt, ist die Sicherheit der Passanten auf Gehwegen. Stolperfallen, schlecht instand gehaltene Bürgersteige oder zugeparkte Wege – Probleme, die gerade für ältere Menschen mit Mobilitätseinschränkungen alltäglich und gefährlich sein können. Leibe verwies in diesem Zusammenhang auf den aktuellen Prozess des sogenannten Fußverkehrs-Checks, der beispielhaft im Karl-Marx-Viertel stattfindet. Er empfahl dem Seniorenbeirat außerdem generell, den Austausch mit dem Baudezernat zu intensivieren, um Verbesserungen an konkreten Stellen im Stadtgebiet voranzutreiben.

Neugestaltung des Viehmarktplatzes: Mehr Grün gewünscht

Der Oberbürgermeister nutzte den Austausch auch, um direkt bei den Beiratsmitgliedern nachzufragen: Welche Aspekte sind ihnen bei der derzeit diskutierten Neugestaltung des Viehmarktplatzes besonders wichtig? Die Antwort aus dem Gremium war eindeutig: Vor allem eine verbesserte Beschattung durch zusätzliche Grün-Elemente wurde genannt. Gerade für ältere Menschen, die an heißen Sommertagen auf schattige Aufenthaltsorte angewiesen sind, ist dieser Aspekt von großer Bedeutung.

Fazit: Dialog als Grundlage für eine seniorenfreundliche Stadt

Das Treffen zwischen Oberbürgermeister Wolfram Leibe und dem Trierer Seniorenbeirat hat gezeigt, dass der Dialog zwischen Politik und der älteren Generation wichtig und fruchtbar ist. Die Hinweise auf die 115er-Nummer, den Fußverkehrs-Check und die Möglichkeiten zur Vernetzung mit anderen Beiräten sind konkrete Ansatzpunkte, die dazu beitragen können, Trier für die Generation 60plus noch lebenswerter zu gestalten. Entscheidend wird sein, dass die angesprochenen Themen nicht nur diskutiert, sondern auch in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden – zum Wohl von rund einem Viertel der Trierer Stadtbevölkerung.

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