
Trier fördert 2027 Kulturprojekte unter dem Motto „Dritte Orte“ – mit 25.000 Euro für teilhabeorientierte Projekte. Antragsfrist ist der 30. November 2026.
Die Stadt Trier hat für das Jahr 2027 ein neues Fördermotto für ihren jährlichen Kulturprojekte-Fördertopf beschlossen: „Dritte Orte“. Der Dezernatsausschuss III hat diesen Schwerpunkt festgelegt, um kulturelle Teilhabe für möglichst viele Menschen in Trier erlebbar zu machen. Mit einem Fördertopf von insgesamt 25.000 Euro sollen Projekte unterstützt werden, die Kultur dorthin bringen, wo Menschen zusammenkommen, sich begegnen und austauschen.
Das Konzept der „Dritten Orte“ geht auf den US-amerikanischen Soziologen Ray Oldenburg zurück. In seinem Modell unterscheidet er drei grundlegende Lebensbereiche: Der „erste Ort“ ist der private Lebensbereich – also das Zuhause. Der „zweite Ort“ bezeichnet die Arbeitswelt. Und der „dritte Ort“ steht für Räume der Freizeit, des Austauschs und des gesellschaftlichen Miteinanders – Orte also, an denen Menschen unterschiedlicher Herkunft und sozialer Hintergründe zusammenfinden können.
Dritte Orte zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass sie offen und leicht zugänglich sind, verschiedene Bevölkerungsgruppen ansprechen und soziale Unterschiede möglichst überwinden. In den vergangenen Jahren hat dieses Konzept auch im Kulturbereich zunehmend an Bedeutung gewonnen – und genau dort setzt die Stadt Trier nun mit ihrer Förderung an.
Für die Kulturförderung 2027 bedeutet das Motto „Dritte Orte“ ganz konkret: Gefördert werden Projekte, die besonders teilhabeorientiert sind. Dabei spielen folgende Kriterien eine zentrale Rolle:
Ausdrücklich nicht förderfähig sind hingegen bauliche oder infrastrukturelle Maßnahmen zur Herrichtung eines dritten Ortes. Dies begründet die Stadt mit den aktuellen städtischen Haushaltsauflagen.
Kulturdezernent Markus Nöhl betont die besondere Bedeutung des neuen Förderschwerpunkts: „Kultur findet nicht nur auf Bühnen und in Ausstellungsräumen statt. Gerade dort, wo Menschen zusammenkommen, sich austauschen und Neues ausprobieren, entsteht kulturelles Leben. Dritte Orte können genau dafür Raum schaffen.“ Er freue sich bereits auf zahlreiche spannende Projekte im kommenden Jahr.
Das Kulturleitbild der Stadt Trier bildet den strategischen Rahmen für die Kulturpolitik und Kulturverwaltung. Das jährlich festgelegte Fördermotto ist ein Instrument, um die darin formulierten Ziele gezielt umzusetzen und kulturelle Projekte mit besonderem gesellschaftlichen Mehrwert zu stärken.
Neben der Mottoförderung für „Dritte Orte“ stehen in Trier auch weitere Fördermittel für kulturelle Vorhaben bereit. So gibt es sowohl Mittel für die allgemeine Projektförderung als auch für die institutionelle Förderung im Kulturbereich – jeweils gemäß der städtischen Kulturförderrichtlinie. Wer also ein Kulturprojekt plant, das nicht zwingend dem Motto entspricht, hat dennoch die Möglichkeit, Unterstützung zu beantragen.
Wer von der Kulturförderung der Stadt Trier profitieren möchte, sollte den Termin im Blick behalten: Die Antragsfrist für sämtliche Förderanträge für das Jahr 2027 ist der 30. November 2026. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Amt für Stadtkultur und Denkmalschutz stehen für Fragen und Beratung zur Antragstellung zur Verfügung. Interessierte können sich per E-Mail an stadtkultur@trier.de wenden.
Weitere Informationen zur Mottoförderung und den genauen Förderkriterien sind auf der offiziellen Website der Stadt Trier zu finden.






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