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182 Tonnen weniger CO₂: Trier setzt auf Photovoltaik an acht Standorten

Trier reduziert seinen CO₂-Ausstoß um 182 Tonnen jährlich: Acht städtische Gebäude erhalten Photovoltaikanlagen – ein Gewinn für Klima und Stadtkasse.

Redaktion
·
24. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 1 Monat

Trier wird grüner: Solarstrom auf städtischen Dächern

Die Stadt Trier macht beim Klimaschutz einen großen Schritt nach vorne: Im Rahmen eines innovativen Pachtmodells mit den Trierer Stadtwerken (SWT) entstehen auf den Dächern von insgesamt acht städtischen Gebäuden neue Photovoltaikanlagen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – die jährliche CO₂-Belastung sinkt um rund 182 Tonnen. Ein konkreter Beitrag zur Energiewende, der direkt vor Ort in Trier wirkt.

Fünf Anlagen fertig, drei weitere folgen bald

Fünf der acht geplanten Photovoltaikanlagen sind bereits in Betrieb, die restlichen drei sollen noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Gemeinsam erzeugen alle Anlagen pro Jahr rund 529.000 Kilowattstunden (kWh) Strom – das entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von rund 150 Musterhaushalten mit je 3.500 kWh. Die Gesamtleistung der Anlagen beträgt 561,76 Kilowatt peak (kWp).

Baudezernent Dr. Thilo Becker betonte bei einem Ortstermin in der Kita St. Adula in Pfalzel: „Mit acht Standorten und einer Gesamtleistung der Anlagen von 561,76 Kilowatt peak zeigen wir, dass sich Photovoltaik auf städtischen Dächern wirtschaftlich lohnt. Künftig sparen wir dadurch jährlich rund 35.000 Euro Energiekosten und machen uns unabhängiger von Preisschwankungen bei fossilen Energien.“

So funktioniert das Pachtmodell

Das Besondere an diesem Projekt ist das gewählte Finanzierungsmodell: Die Trierer Stadtwerke übernahmen die vollständigen Investitionskosten, während die Stadt die Anlagen über eine feste jährliche Pacht nutzt. Vor der Umsetzung wurden alle infrage kommenden Standorte sorgfältig geprüft – das städtische Hochbauamt und die Stadtwerke bewerteten die Standorte anhand von Lastganganalysen, Ertragsprognosen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Auch die Statik der Gebäude, die Ausrichtung der Dächer und die Zugänglichkeit wurden vorab kontrolliert.

Unter Berücksichtigung der Anlagenpachten, der Nutzung überschüssiger Strommengen im kommunalen Bilanzkreis sowie der dadurch vermiedenen Netzentgelte und Umlagen ergibt sich auf Grundlage der derzeitigen Annahmen eine Entlastung des städtischen Haushaltes von rund 35.000 Euro im Jahr. Nach der Fertigstellung aller Anlagen können voraussichtlich rund 353.000 kWh Solarstrom direkt vor Ort genutzt werden. Weitere rund 176.000 kWh stehen innerhalb des kommunalen Bilanzkreises für andere städtische Immobilien zur Verfügung.

Diese acht Standorte sind dabei

Das vom Stadtrat 2024 beschlossene Photovoltaik-Projekt umfasst folgende Standorte mit ihren jeweiligen Leistungen:

  • Kita St. Adula – 99,19 kWp, Fertigstellung: 22. Januar
  • Grundschule Ambrosius – 63,7 kWp, Fertigstellung: 21. Februar
  • Grundschule Tarforst – 63,7 kWp, Fertigstellung: 19. März 2026
  • Fahrzeughalle der Feuerwache II – 122,85 kWp, Fertigstellung: 13. März
  • Berufsbildende Schule EHS – 69,16 kWp, Fertigstellung: 13. Mai
  • HGT-Anbau – 22,7 kWp, Fertigstellung Ende August vorgesehen
  • Egbert-Grundschule – 85,36 kWp, Fertigstellung Ende September vorgesehen
  • Tufa – 35,1 kWp, Fertigstellung Ende August geplant

Kita in Pfalzel als Vorzeigeprojekt

Einen besonderen Blick verdient die Kita St. Adula in Pfalzel, die beim Ortstermin im Mittelpunkt stand. Das Gebäude wurde im September 2024 fertiggestellt und bietet Platz für 75 Kindergarten- und 24 Krippenkinder. Auf dem Dach der Kita wurde eine der acht PV-Anlagen installiert. Nadir Pieper und Christine Seiler von den Stadtwerken sowie Marco Wagner vom Hochbauamt stellten Ortsvorsteherin Margret Pfeiffer-Erdel und Baudezernent Dr. Thilo Becker die Anlage vor. Kita-Leiter Christoph Hein zeigte sich erfreut über die umweltfreundliche Energieversorgung der Einrichtung.

Baudezernent Becker bedankte sich ausdrücklich bei den Trierer Stadtwerken für die reibungslose Zusammenarbeit bei diesem Vorhaben – ein Zeichen dafür, dass kommunale Partnerschaften in Sachen Klimaschutz funktionieren können.

Ein wichtiger Baustein für die Klimaziele Triers

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Städte durch kluge Kooperationsmodelle und gezielte Investitionen in erneuerbare Energien sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich profitieren können. 182 Tonnen weniger CO₂ pro Jahr, 35.000 Euro Einsparungen im städtischen Haushalt und mehr Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern – diese Zahlen sprechen für sich. Die Stadt Trier setzt damit ein klares Signal: Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit schließen sich nicht aus, sondern ergänzen sich. Wenn die letzten drei Anlagen an HGT-Anbau, Egbert-Grundschule und Tufa in Kürze ans Netz gehen, ist das Projekt vollständig abgeschlossen – und Trier ein weiteres Stück grüner.

Quellen


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