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7. Sinfoniekonzert – In unseren Zeiten

Erlebe ein kraftvolles Programm, das feierliche barocke Trauermusik, moderne Klangräume und die berührende Symphonie für Sopran und Orchester zu einem intensiven Hörerlebnis vereint. Das Konzert entfacht starke Emotionen und zeigt eindrucksvolle Klangbilder, die nachhallen und bewegen.

  • Henry Purcell: Marsch aus Music for the Funeral of Queen Mary – majestätisch, streng und zutiefst feierlich.
  • Einojuhani Rautavaara: A Requiem in Our Time für Blechblasinstrumente und Schlagwerk op. 3 – kraftvolle, moderne Klangarchitekturen, die Atmosphäre schaffen und fordern.
  • Henryk Mikolaj Górecki: Symphonie Nr. 3 für Sopran und Orchester op. 36, „Symphonie der Klagelieder“ – eine zutiefst berührende Reise, die Stimme und Orchester zu bewegenden Momenten verschmelzen lässt.

Unter der musikalischen Leitung von Wouter Padberg bringt das Orchester diese kontrastreichen Werke mit Präzision und Leidenschaft auf die Bühne. Die Dramaturgie von Malte Kühn sorgt für einen klaren, packenden Spannungsbogen.

Lass dich mitreißen von Klangräumen voller Wucht, Stille und intensiver Nähe – ein Abend, der noch lange nachklingt.

Träume in Europa

Träume in Europa nimmt dich mit in die Nacht — in jene Phase, in der die Reparaturarbeit der Seele beginnt. Das Stück stürzt dich in eine Wirklichkeit, in der gewohnte Logik aufbricht, Körper mit Wänden verschmelzen und die Gesetze der Physik ihre Gültigkeit verlieren. Hier sortiert das Gehirn das Chaos des Alltags neu, löst Probleme und verwebt Emotionen zu täuschend echten Bildern.

Wolfram Lotz hat Traumberichte aus europäischen Internetforen gesammelt und hunderte Träume aus verschiedensten Sprachen zu einer kraftvollen Textcollage zusammengeführt. Entstanden ist eine literarische Kartografie der europäischen Seele, die Grenzen sprengt und die Absurdität gemeinsamer Traumwelten thematisiert.

  • Autor: Wolfram Lotz
  • Inszenierung: Katja Wachter
  • Dramaturgie: Elisa von Issendorff
  • Gattung: Schauspiel

Ein Ausschnitt aus den gesammelten Texten: „Ich fühlte mich ganz beruhigt, wie auf einer kleinen Wolke.“

Lass dich von dieser ungewöhnlichen Collage mitreißen, entdecke die gemeinsamen Bilder, die uns im Schlaf verbinden, und erlebe Europa neu — überraschend, absurd und zutiefst menschlich. Tauche ein: die Nacht wartet auf dich.

Frankenstein

Erlebe, wie der junge und ehrgeizige Viktor Frankenstein vom Forscherdrang getrieben alles riskiert: Er schafft ein menschenähnliches Wesen und erweckt es zum Leben. Zunächst getrieben von Neugier, erkennt er zu spät die Folgen seines Tuns – die Kreatur verlässt das Labor und beginnt, die Welt und die Menschen um sich herum zu testen.

Das Wesen sucht Anschluss, trifft stattdessen auf Ablehnung, Angst und Panik. Die wiederholten Zurückweisungen nagen an ihm, treiben es in die Verzweiflung und führen zu Taten, die seinen Schöpfer zur Verantwortung zwingen. Mit großer Intensität verhandelt das Stück Fragen nach Leben und Tod, nach den Grenzen wissenschaftlichen Handelns und nach Verantwortung – sowie die verheerenden Folgen von Mobbing und Diskriminierung.

Auszug: „Komm, mein Feind, wir haben noch um unser Leben zu würfeln.“

  • Gegenstand: Schauspiel nach Mary Shelley
  • Inszenierung: Maike Bouschen
  • Ausstattung: Valentina Pino Reyes
  • Musik: Caio de Azevedo
  • Licht: Ralph Schanz
  • Dramaturgie: Karen Schultze

Stell dich der Spannung: Dieses Stück packt, konfrontiert und bewegt. Tauche ein in ein intensives Theaterereignis, das dich nicht loslässt.

Elektra – Richard Strauss explosiv und konzentriert konzertant

Erlebe, wie das Orchester mit eruptiver Kraft den Namen Agamemnon hinaus schleudert und damit den Auftakt zu einer der gewaltigsten Tragödichten der Bühne setzt. In komprimierter, druckvoller Form entfaltet Strauss hier eine Partitur, die ins Mark trifft: kurz, dicht und mit unbändiger Spannung.

Die Geschichte rast vorwärts: Elektra lebt nur für ein Ziel — die Rache für den Mord an ihrem Vater Agamemnon, verübt von ihrer Mutter Klytämnestra. Sie opfert ihr privilegiertes Leben als Prinzessin, richtet all ihre Kraft auf Vergeltung und stürzt, sobald die Rache vollzogen ist, leblos zusammen.

Mit dieser, seiner modernsten Partitur, markiert Strauss einen klaren Wendepunkt seines Schaffens. Das Orchester avanciert zum heroischen Erzähler: Klangflächen und Klangstürme verschmelzen zu einem der faszinierendsten und aufregendsten Orchesterparts der Musikgeschichte.

In der konzertanten Aufführung kommt dieser symphonische Sog besonders intensiv zur Geltung — konzentriert, unmittelbar und ungebremst. Du wirst Zeuge eines Musiktheater-Erlebnisses, das Schauspiel und Symphonie zu einem packenden Sprach- und Musikerlebnis verbindet.

  • Werk: Elektra von Richard Strauss nach einer Dichtung von Hugo von Hofmannsthal
  • Form: konzertante Aufführung
  • Veranstalter: Theater Trier
  • Musikalische Leitung: Jochem Hochstenbach
  • Dramaturgie: Malte Kühn

Erebos

Stückfassung für den Jugendclub von Karen Schultze und Lisenka Sedlacek.

In Nicks Schule passiert Seltsames – und niemand redet darüber. Seine Freunde wirken wie ausgetauscht, Geheimnisse liegen in der Luft. Als Nick selbst zu den Auserwählten zählt, schlägt sein Herz schneller: Eine neue App auf seinem Handy verfolgt ihn, fordert ihn, lässt ihn nicht mehr los.

Nach und nach erkennt er: Das ist mehr als ein Spiel. Fiktion und Wirklichkeit verschmelzen, das Spiel weiß Dinge über ihn, die niemand wissen dürfte. Bald zwingt es ihn zu einer gefährlichen Mission in der echten Welt. Kann Nick aussteigen, bevor es zu spät ist? Ist es wirklich nur ein Spiel?

Erebos hat ein Ziel: Es will töten.

Ursula Poznanskis Jugendthriller (2010) greift die Bedrohung durch Medien und das Verschwimmen von virtueller und realer Welt packend auf. In einer eigens für den Theater-Jugendclub geschriebenen Fassung nehmen die Jugendlichen dieses höchst präsente Thema mit voller Wucht in Angriff und bringen es auf die Bühne.

  • Autor: Ursula Poznanski
  • Stückfassung: Karen Schultze und Lisenka Sedlacek
  • Genre: Kinder / Jugendtheater

Das fliegende Klassenzimmer — Musiktheater nach Erich Kästner

Erlebe Erich Kästners zeitlosen Klassiker neu: kraftvoll, musikalisch und voller Tempo. Die Inszenierung katapultiert Dich mitten ins Internatsleben und lässt Freundschaft, Mutproben und das Erwachsenwerden intensiv miterleben.

Die Handlung spielt im Internat und konfrontiert die Jugendlichen mit Konflikten, Rivalitäten und persönlichen Herausforderungen. Hier prallen verschiedene Charaktere aufeinander — jeder kämpft, wächst und überrascht auf seine Weise. Kästners Erzählton trifft noch immer den Nerv junger Menschen und lädt alle Generationen zum Mitfiebern ein.

  • Der gewissenhafte Klassenprimus aus einfachen Verhältnissen — pflichtbewusst und mit großem Herz.
  • Die introvertierte Persönlichkeit — leise, tiefgründig und unerwartet stark.
  • Die angehende Boxweltmeisterin — kämpferisch, energiegeladen und unerschrocken.
  • Die schlaue, Tradition hinterfragende Figur — provoziert, denkt neu und bringt Bewegung ins System.
  • Der ängstliche Junge, der seinen Mut beweisen will — verletzlich und am Ende heldenhaft.

Eigens für den Kinder- und Jugendchor komponiert, steht die Musik im Zentrum der Aufführung: kraftvolle Chorszenen treffen auf szenische Umsetzung und schaffen ein packendes Musiktheater. Die Produktion spricht die ganze Familie an und lädt dazu ein, gemeinsam in die Welt der Jugendlichen einzutauchen.

Musikalische Leitung: Martin Folz · Inszenierung: Lajos Wenzel · Bühnenbild: Tom Grasshof

Russische Hochromantik — 5. Sinfoniekonzert

Erlebe die überwältigende Energie und Gefühlsintensität der russischen Musik des 19. und 20. Jahrhunderts. Für das 5. Sinfoniekonzert haben wir ein Programm zusammengestellt, das mit dramatischen Farben, mitreißender Melodik und orchestraler Kraft punktet.

Anatol Liadov mag weniger bekannt sein, doch seine fantasievollen Orchesterbilder entfalten große Wirkung und werden von Ausführenden wie Publikum geliebt. Mit Baba Yaga, op. 56 und Nénie, op. 67 eröffnet das Konzert seine erzählerische und emotionale Palette.

Sergej Rachmaninovs späte Symphonische Tänze, op. 45 verbinden symphonischen Anspruch mit charakteristischer Melodik und bringen das Orchester in farbenfroher, kraftvoller Gestalt zum Leuchten. Diese Stücke treiben das Programm voran und liefern orchestrale Glanzmomente.

Im Mittelpunkt steht Tschaikowskys Violinkonzert D-Dur, op. 35 — ein Gipfel des Virtuosenkonzerts. Die technisch extrem anspruchsvolle Solopartie verlangt höchste gestalterische Ausdruckskraft und betört durch überwältigende, kantilenenreiche Melodik.

Für diese Herausforderung konnten wir die brillante Solistin Ioana Cristina Goicea gewinnen. Sie bringt Virtuosität, Tiefgang und temperamentvolle Interpretation auf die Bühne und verspricht ein unvergessliches Konzerterlebnis.

  • Anatol Liadov: Baba Yaga, op. 56 (scherzohafte Orchesterdichtung)
  • Anatol Liadov: Nénie, op. 67 (Trauerlied für Orchester)
  • Peter Tschaikowsky: Konzert für Violine und Orchester D-Dur, op. 35
  • Sergej Rachmaninov: Symphonische Tänze, op. 45
  • Musikalische Leitung: GMD Jochem Hochstenbach
  • Dramaturgie: Malte Kühn
  • Violine (Solistin): Ioana Cristina Goicea

Kai zieht in den Krieg und kommt mit Opa zurück

Erlebe ein intensives Schauspiel im Theater Trier, das dich mitten in die vertraute, doch brüchige Beziehung zwischen Kai und seinem Großvater Anton katapultiert. Die Inszenierung zieht dich hinein, lässt Erinnerungen lebendig werden und konfrontiert dich mit der Kraft von Erzählung und Wahrheit.

Kai hält die Geschichten seines Opas wach: immer wieder spinnt Anton von seinen jungen Jahren, von Kriegsabenteuern und angeblichen Heldentaten. Gemeinsam stürzen sie sich in diese Berichte, erleben sie als spannend, skurril und bewegend. Als Anton seine früheren Schilderungen plötzlich infrage stellt und statt Heldentum von Angst, Flucht und Gefangenschaft erzählt, gerät Kai in einen inneren Konflikt: Welche Version ist echt — und was ist wirklich passiert?

Das Stück mischt berührende Nähe mit trockenem Humor und verhandelt eindringlich Themen wie Erinnerung, Gedächtnisverlust, Verdrängung sowie die Suche nach Wahrheit und Identität. Es rüttelt auf, öffnet Perspektiven und lässt dich Teil eines kraftvollen generationenübergreifenden Dialogs werden.

  • Inszenierung: Fabiola Kuonen
  • Ausstattung: Sarah Schmid
  • Musik: Marylène Salamin
  • Dramaturgie: Nicole Berns
  • Besetzung: Kai — Yannick Sturm; Opa Anton — Klaus-Michael Nix
  • Genre: Schauspiel
  • Altersangabe: ab 10 Jahren
  • Ort: Theater Trier

Lass dich mitreißen — komm ins Theater Trier und erlebe, wie Erinnerungen kämpfen, sich auflösen und neu zusammengesetzt werden.

Jeeps — Nora Abdel‑Maksoud

Erlebe eine scharfzüngige Komödie, die bürokratische Kälte mit explosivem Menschenwillen kollidieren lässt. Ein neues Losverfahren im Jobcenter verteilt plötzlich Erbschaften — und die vermeintliche Gerechtigkeit kippt in ein Chaos aus Existenzangst, Rache und absurden Machtspielen.

Im Zentrum steht Silke, eine selbstständig tätige Gründerin, die ihr erwartetes Erbe als Start‑up‑Kapital verplant hat. Als ihr Los verloren geht, setzt sie alles daran, es zurückzuholen. Figuren wie Maude instrumentalisieren Amtswissen und persönliche Rachegelüste, decken Behördenschwächen auf und treiben die Eskalation voran.

Die Aufführung zeigt, wie Verwaltungssysteme auf individuelle Lebenspläne prallen und in einem skurrilen, lebensfernen Amtskosmos immer groteskere Formen annehmen. Schwarzer Humor trifft auf beißende Satire — Klassismus, Chancengleichheit und Machtmissbrauch werden gnadenlos entlarvt.

  • Inszenierung: Rüdiger Pape
  • Ausstattung: Flavia Schwedler
  • Dramaturgie: Karen Schultze

Sei dabei, wenn wir nach der Vorstellung die Neiddebatte entfachen — lass dich provozieren, diskutiere mit und bring deine Meinung mit. Dieses Stück will nicht nur unterhalten, es fordert heraus und bewegt.

Mixed Zone – Im Auge des Orchesters

Stürz dich mitten ins Geschehen: Bei „Mixed Zone – Im Auge des Orchesters“ sitzt du direkt im Zentrum des Klangs und erlebst das Philharmonische Orchester aus der Perspektive der Musiker. Die gewohnte Trennung von Bühne und Publikum wird aufgehoben, sodass du die Musik hautnah und unverstellt spürst. Dieses intensive Hörerlebnis reißt dich mit und verändert, wie du klassische Werke wahrnimmst.

Rechts und links rasen berüchtigte Phrasen berühmter Werke um deine Ohren und verschmelzen zu einem neuen Klangbild. Durch diese ungewöhnliche Positionierung entstehen Schichten und Details, die sonst im Konzertsaal verborgen bleiben. Du hörst, atmest und fühlst die Musik – unmittelbar, kraftvoll, ungeschminkt.

Der sakrale Raum des Konzerts spielt dabei eine zentrale Rolle: Die besondere Akustik des Sakralbaus Heiligkreuz verstärkt jede Nuance und trägt zur einzigartigen Atmosphäre bei. Unter der dynamischen Leitung von Wouter Padberg entfaltet das Orchester seine volle Präsenz und zieht dich tief in das musikalische Geschehen.

  • Ort: Sakralbau Heiligkreuz
  • Ensemble: Philharmonisches Orchester – direkt um dich herum
  • Musikalische Leitung: Wouter Padberg

Worauf wartest du noch? Komm ins Auge des Orchesters und erlebe Musik so intensiv wie nie zuvor.

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